Die "Haltung" wird aufrechter, die Atmung freier, überflüssige Spannung löst sich, das Körperbild wird vollständiger und das berechtigte Gefühl, eine Bewegungsbegabung zu sein, bekommt seine Chance.
Grundprinzipien harmonischer Bewegung wie aufrechte "Haltung", Bewegungskontrolle aus dem Körperzentrum (Schwerpunkt, Hara, Tan Tien) und Zusammenhänge zwischen Bewegungsfluss und Atmung sind tragende Pfeiler der Bewegungskultur des Ostens (Budo, Tai Chi Chuan etc.) und auch im Westen lange bekannt (vgl. etwa H. v. Kleist, Das Marionettentheater)
Ihrer "Beachtung" stehen allerdings vielfach eingefleischte Gewohnheitsschemata hartnäckig entgegen. Im 20. Jh. entwickelte westliche Bewegungsschulen stellen einen Weg dar, das eigene Potential funktioneller Beweglichkeit systematisch zu erkunden und die willkürlichen - unwillkürlichen Kontrollen so zu entwickeln, dass sie in eine innere Harmonie kommen, die sich in geschmeidiger Bewegung äußerlich spiegelt. Diese Veränderung geschieht an überraschend einfachen Bewegungen und hängt besonders von deren aufmerksamer Begleitung ab. Die "Haltung" wird aufrechter, die Atmung freier, überflüssige Spannung löst sich, das Körperbild wird vollständiger und das berechtigte Gefühl eine Bewegungsbegabung zu sein, bekommt seine Chance. Zu Zeiten kommt es zu Aufschlusserlebnissen im Selbstgebrauch und in verschiedensten Sport- und Kunstformen gelingen Durchbrüche, die bis Dato den "Talenten" vorbehalten schienen.
Der Kursus wendet sich an alle von 18 bis 95, die zuweilen gehen, zuweilen sitzen und zuweilen stehen; seien es die Lerngestressten, die am Schreibtisch mit Rückenschmerzen kämpfen oder Leistungssportler*innen, die an irgendeinem Punkt das Gefühl haben, nicht weiterzukommen; seien es Sportstudierende mit Interesse an neuen Methodiken oder Tänzer*innen, die Geschmeidigkeit und Drehbewegungen verbessern wollen; seien es Judosportler*innen mit Interesse an den Grundprinzipien oder Sänger*innen, deren Stimmen bei aufrechter Haltung, beweglichem Becken und tieferer Atmung besser klingen.
Literatur: F.M. Alexander: Der Gebrauch des Selbst, engl.1931, München 1988./K. Graf Dürckheim: Hara - Die Erdmitte des Menschen, Weilheim 1975./M. Feldenkrais: Bewusstheit durch Bewegung, Frankfurt 1968 u.ö../M. Feldenkrais: Die Feldenkrais-Methode in Aktion, Paderborn 1995./M. Gelb: Körperdynamik, Berlin 1986./H.v. Kleist: Das Marionettentheater
ACHTUNG: Bitte bequeme Kleidung, warme Socken, Handtuch zum Unterlegen, eine Wasserflasche sowie Decke mitbringen!