Tanzworkshop ConTango
verantwortlich: Katrin Roloff

 

ConTango – „Bitte einmal Tango ohne Regeln!“

Paartänze werden allgemein hin mit dem Lernen von Grundschritt und darauf aufbauenden Figuren assoziiert. Damit geht einher, dass die völlig freie Interpretation von Musik und Improvisation der Bewegungen bei vielen solcher Tänze erst bei einem hohen Maß an tanzspezifischen Repertoire möglich wird.

Was nun speziell am Tango fasziniert, ist, dass dabei buchstäblich in jedem einzelnen Moment der Tanz völlig individuell gestaltet werden kann. Einen Grundschritt gibt es nicht. Stattdessen  eröffnen sich im Paar durch das Konzept „Zug wird mit Zug beantwortet, Druck wird mit Druck beantwortet“  zusammen mit ein paar stilspezifischen Konventionen (Tanzhaltung, Körperpositionen relativ zueinander) eine schier endlose Breite an Bewegungsmöglichkeiten.

Doch was passiert, wenn wir die Konventionen für einen Augenblick außer Acht lassen und sie bestenfalls als eine Möglichkeit von von vielen wahrnehmen?

Dies herauszufinden und völlig frei mit dem „Zug-Zug,Druck-Druck“ - Konzept zu experimentieren  soll Inhalt dieses Workshops sein. Wir werden zunächst unsere eigene Achse finden und anschließend schauen, wie durch die Arbeit mit dem o.g. Konzept gemeinsame Bewegungen im Paar möglich werden - völlig unabhängig davon, wo sich unser Tanzpartner relativ zu uns befindet. Dabei  können die Bewegungen langsam und fließend, aber auch schnell und explosiv werden, je nachdem wie viel Energie/Spannung von den Tanzenden in die Paarverbindung gegeben wird.

Die Teilnahme am Workshop erfordert keinerlei tänzerische Vorkenntnisse. Er ist als Möglichkeit für  (Noch:D)Nicht-Tangotänzer gedacht, das Konzept kennenzulernen, das für mich die Basis des gemeinsamen Bewegens darstellt, aber auch genauso für Tänzer aller Paartänze gedacht, die ihren Körper für die Verbindung im Paar sensibilisieren wollen. Für Tangotänzer ergibt sich ein sehr intuitiver Zugang für das Tanzen in geteilter Achse (Colgada, Volcada) und die Chance das Gespür dafür zu verfeinern, wann aus Bewegungen in individueller Achse Bewegungen in geteilter Achse werden.

Wenn von euch gewünscht, können wir ebenfalls mit fluiden Rollen experimentieren. Generell ist mir wichtig, dass auch, wenn so mancher Teilnehmer im Verlauf des Workshops eine bevorzugte Rolle (Führen, Folgen) beim Tanzen entdeckt, ihr dennoch beide Rollen kennenlernt. Tanzen bedeutet für mich, neben Ausdruck und Interpretation, in den Körper des Tanzpartners hinein zu spüren und auch eine Vorstellung davon zu haben, was sich dort so abspielt. Die jeweils andere Rolle tänzerisch selber erlebt zu haben, ist dabei ganz sicher etwas Verständnisförderndes. Die letzte Grenze/Konvention, die wir beim gemeinsamen Tanzen dann noch aufheben können, aber nicht müssen, ist die, der stabilen Rollenverteilung während eines Tanzes.  

Bringt neben drehbaren, aber nicht zu rutschigen Schuhen (Socken gehen zur Not auch) noch genug zu essen und zu Trinken mit!

Bei Fragen könnt ihr euch gern an Daniel Rohrmann, den Übungsleiter, direkt wenden: daniel.rm@gmx.de

 

KursnrOffer No.DetailsDetailTagDayZeitTimeOrtLocationZeitraumDurationLeitungGuidancePreisCostBuchungBooking
4123Anfänger - FortgeschritteneSo10:30-17:30USR Mensa12.05.Daniel Rohrmann
10/ 20 €
10 EUR
für Studierende

20 EUR
für Beschäftigte
abgelaufen